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Psychotherapeutische Verfahren

 
Tiefenpsychologische Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist eine Weiterentwicklung der Psychoanalyse. Ähnlich wie diese, versucht sie aktuelle seelische Probleme zu lösen, indem man zumeist verdrängte Konflikte aus der Vergangenheit aufarbeitet.

 

Die therapeutische Beziehung spielt hierbei eine zentrale Rolle. Man geht davon aus, dass ungünstige Beziehungsmuster zur Aufrechterhaltung psychischer Probleme beitragen. Innerhalb einer therapeutischen Beziehung zeigen sich diese Muster ebenfalls, sodass diese besprechbar gemacht werden können. Durch diesen Prozess können verdrängte Erinnerungen bewusst gemacht und neue Antworten auf tiefe Verunsicherungen gefunden werden. 

Konkrete Anweisungen und Handlungsvorschläge vom Therapeuten gibt es nicht, da es sich hierbei um einen eigenen Erkenntnisweg handelt.  Wenn sich PatientInnen solche wünschen, ist möglicherweise eine Verhaltenstherapie geeigneter.

Setting: Man sitzt sich gegenüber und sieht sich in der Regel für 50 Minuten ein bis zwei Mal in der Woche.

 
Kognitive Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist eine spezielle Form der Psychotherapie. Sie basiert auf dem Prinzip, dass ungünstige Verhaltensweisen und Denkmuster erlernt wurden und demnach auch wieder verlernt werden können. Durch das Einüben neuer Verhaltens- und Denkweisen ist der Patient in der Verhaltenstherapie aktiv am Heilungsprozess beteiligt.

Man geht davon aus, dass unsere Verhaltensweisen, die uns Probleme bereiten, maßgeblich durch Gedanken und Gefühle beeinflusst werden. Durch bestimmte Erfahrungen, können Art und Inhalt unserer Gedanken zu ungünstigen Überzeugungen führen. Und da dies umgekehrt ebenso der Fall ist, können Veränderungen ungünstiger Denkmuster Gefühle und Verhalten positiv verändern. Die kognitive Therapie zielt darauf ab, bisherige Denkweisen zu hinterfragen und zu bearbeiten. Eine wichtige Rolle spielen dabei die persönlichen Einstellungen und Annahmen.

Setting: Man sitzt sich gegenüber und sieht sich in der Regel für 50 Minuten ein bis zwei Mal in der Woche (oder auch in einer Doppelsitzung).

 
Psychoanalyse

Die Psychoanalyse geht von widerstreitenden Kräften in der Seele aus, welche immer auch ein Konfliktpotential mit sich bringen. Wir möchten unabhängig sein, doch gleichzeitig wollen wir uns verlassen können. Wir möchten für andere da sein, aber wir möchten auch, dass andere für uns da sind.

 

Das Ziel der Behandlung besteht darin, den PatientInnen bei der Suche nach einer persönlichen Kontinuität und der Bewusstwerdung abgespaltener und/oder verdrängter Erinnerung zu helfen. Es geht darum sich selbst zu erforschen und zu erkennen, wer man ist und wie man zu diesem jemand geworden ist.

Setting: Liegend oder sitzend gegenüber, sieht man sich ein bis drei Mal für 50 Minuten in der Woche.

 
Gruppentherapie

Die Gruppentherapie beinhaltet einige Merkmale, welche eine Einzeltherapie nicht besitzt. Durch eine Gruppe als Mehr-Personen-Beziehung bietet sie Raum für die Gestaltung sozialer Beziehung auf verschiedenen Ebenen. Die Erfahrung, nicht alleine zu sein mit dem, was einen emotional belastet, sich damit mitteilen und das eigene Leid teilen zu können, Zugehörigkeit und Zusammenhalt zu erleben, sich akzeptiert und angenommen zu fühlen – diese Erfahrungen sind im Rahmen einer Gruppenpsychotherapie möglich. Die Gruppe bietet in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit, belastende Situationen neu zu erleben und von anderen Gruppenmitglieder*innen unterstützt zu werden. Neue Verhaltensweisen können erprobt und eingeübt werden. Zwischenmenschliche Fähigkeiten werden trainiert und verbessern sich. Oftmals sind gruppenpsychotherapeutische Behandlungen der Einzeltherapie in ihrer positiven Wirkung sogar überlegen.

Ziel ist es, innerhalb des haltgebenden und stützenden Rahmens einer Gruppe interpersonelle Beziehungen genauer wahrzunehmen, zu verstehen und bestmöglich zu gestalten. Ferner sollen die eigenen Ich-Funktionen (wie z.B. die Regulation des Selbstwertgefühls, die Wahrnehmung von Belastbarkeits- und Toleranzgrenzen, die differenzierte Wahrnehmung und Steuerung eigener Impulse und Affekte etc.) gestärkt werden.

Setting: zumeist fünf bis acht PatientInnen, welche sich ein Mal in der Woche für eine Doppelstunde treffen.

 
Paartherapie

Es gibt Krisen im Leben, die man selbst oder als Paar durchlebt. Krisen gehören zum Leben. Sie sind Momente, die Veränderungen möglich oder sogar nötig machen. Auch wenn sie schmerzlich sind, sind sie Voraussetzung und  Chance für unsere Entwicklung. Damit man diese Situationen möglichst konstruktiv gemeinsam durchlebt, ist es manchmal sinnvoll, sich Hilfe zu holen. Wir bieten Paar- und Eheberatung an. Wir sind ein Team eines erfahrenen Psychotherapeuten, Dr. Norbert Panitz, und einer ebenso erfahrenen Therapeutin, Dr. Elisabeth Gabka. Wir glauben, dass die Mediation besonders hilfreich ist, wenn die männliche und weibliche Seite des Paares gespiegelt wird. Natürlich  haben auch wir unsere Erfahrungen in Paarbeziehungen, die wir einbringen Können. Auch nehmen wir uns Problemen der Sexualität an, die ein schwieriges Thema in einer Beziehung sein können. Es ist allemal besser, miteinander ins Gespräch zu kommen als Probleme auszusitzen oder in einen Partnerkrieg zu ziehen.

 
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Pflegende Angehörige

Der größte Pflegedienst in Deutschland ist die Familie. Mehr als zwei Drittel der 2,8 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt – die meisten von ihnen durch Angehörige. Das zeigt die Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes. Demnach leben 71 Prozent oder 1,86 Millionen der Menschen, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, in den eigenen vier Wänden.

 

Pflegende Angehörige oder Nahestehende leisten dabei eine zutiefst menschliche, aber zuweilen übermenschliche Arbeit. Nicht selten gehen sie über ihre eigenen Grenzen hinaus.

 

Unterstützungsangebote richten sich aber meist an die pflegebedürftigen Personen und nicht an ihre Angehörigen.

Aufgrund der dauerhaften Stresssituation oder Überforderung durch die Pflege benötigen pflegende Angehörige bisweilen aber auch selbst Hilfe.

 

Mitunter führen körperliche und seelische Belastungen zu psychischen und psychosomatischen Symptomen, wie beispielsweise 

Ängsten, Depressionen, Schuldgefühle, Schlafstörungen, Rückzug aus sozialen Zusammenhängen...

 

Daher bietet unser MVZ psychische Gesundheit speziell für pflegende Angehörige psychotherapeutische Unterstützung in Form von Gruppentherapie sowie bei Bedarf Einzeltherapie an.