Pilotprojekt für Pflegende Angehörige.

Wir sind dabei!

Der größte Pflegedienst in Deutschland ist die Familie.

 

Mehr als zwei Drittel der 2,8 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt – die meisten von ihnen durch Angehörige. Das zeigt die Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes. Demnach leben 71 Prozent oder 1,86 Millionen der Menschen, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, in den eigenen vier Wänden.

 

 

Zur Unterstützung in der Pflege gibt es für Angehörige zahlreiche Hilfsangebote: finanziell, informell, materiell. Es gibt Beratungsstellen für Pflegende Angehörige, es gibt Pflegestützpunkte – aber so gut wie alle Hilfen drehen sich letztendlich um die Pflegeperson; nicht um diejenigen, die als Verwandte die Pflege übernehmen und selber Hilfe benötigen.

 

Pflegende Angehörige sind körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt, deren Ausmaße noch nicht einmal im Ansatz erforscht sind: 

 

 

Ängste, Depression, Gefühl von Ekel und Scham, veränderte Eltern-und-Kind-Beziehung, schlechtes Gewissen, Umgang mit Medikamenten,  Umgang mit Sexualität, körperliche Beschwerden, Schlafstörungen, Stress und Überforderung, Todeswünsche, Erlösungsphantasien, Vereinsamung, Rückzug...

 

...können kausal mit einem "Pflege-Burnout" zusammen hängen.

In zahlreichen Befragungen geben 70 bis 90 % der Pflegenden Angehörigen an, unter körperlichen und/oder seelischen Beschwerden zu leiden.

Aber eine spezifische psychotherapeutische Hilfe gibt es für die Betroffenen nicht.

 

Unser MVZ psychische Gesundheit bietet speziell für die Gruppe der pflegenden Angehörigen ein umfassendes ärztliches Hilfsprogramm an.

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Es hat folgende Ziele:

 

  • Prävention und Behandlung somatischer und psychischer Erkrankungen bei Pflegenden Angehörigen möglichst von Beginn der Pflegetätigkeit 

  • Verbesserung der medizinischen Versorgung Pflegender Angehöriger

  • Nachweis der Notwendigkeit einer verbesserten medizinischen Versorgung Pflegender Angehöriger (halbjährliche Statistik)

  • Integration verschiedener Berufsfelder (Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken, Pflegedienste, Initiativen)

  • Einsatz der Videokonferenz zur telemedizinischen Betreuung.

Sind Sie Pflegender Angehöriger? Dann achten Sie auf Ihre Gesundheit, damit Sie bei der Pflege nicht krank werden.

Gerne stehen wir Ihnen zur Seite!